Und wer kümmert sich nachher um die Kleinen?

Viele Katzenbesitzer gewähren ihrem Stubentiger Ausgang ins Freie. Was aber Katze und Kater dort treiben, entzieht sich häufig ihren Augen. Sind die Miezen nicht kastriert, kommt es schneller als man glaubt zur Zeugung von Nachkommen. Ein Weibchen bekommt jedes Jahr in der Regel zwei Würfe mit jeweils bis zu 5 Kätzchen. Ein Kater kann im Jahr sogar viel mehr Nachkommen zeugen und wird jede Gelegenheit dazu nutzen. Aus einem Katzenpaar und dessen nicht kastriertem Nachwuchs, der sich ebenso vermehrt, können so in 10 Jahren bis zu 80 Mio. Katzen entstehen. Eine Zahl, die man nur schwer glauben mag.

Doch die Tierschutzorganisationen im Kreis Düren wissen leider zu genau, wie sehr sich die Katzen in der Region vermehren. Alleine im Kreistierheim werden jährlich über 400 Stubentiger aufgenommen, in 2015 sogar über 100 Katzenkinder, teilweise mit ihren Müttern aber auch als Waisen. Alle sind am Ende Nachkommen von nicht kastrierten Hauskatzen die Ausgang hatten oder ausgesetzt wurden. Dazu kommen die vielen bspw. auf Fabrikgeländen, in Parks oder Friedhöfen frei lebenden Katzen. Auch jede von ihnen stammt von einer Hauskatze ab, und ihr Zustand ist häufig bedauernswert. Von Situationen, wie wir sie aus den südeuropäischen Urlaubsgebieten kennen, sind wir bei uns im Kreis Düren stellenweise nicht mehr weit entfernt.

Daher haben sich die Tierschutzorganisationen, der Kreis Düren und viele niedergelassene Tierärztinnen und Tierärzte zusammengetan und in 2015 zwei erste Kastrationskampagnen durchgeführt. Jede Katze, jeder Kater zählt!

Sorgen Sie dafür, dass Ihr Stubentiger sich nicht an der Vermehrung beteiligen kann. Helfen Sie mit, die Katzenflut einzudämmen und so das Elend der Tiere zu verhinden. Lassen Sie Ihre(n) Katze/Kater kastrieren! Warten Sie nicht, bis es zu spät ist. Die niedergelassenen Tierärztinnen und Tierärzte im Kreis beraten Sie gerne.

Sollten Sie im Kreis Düren wohnen und stolzer Besitzer/-in eines Stubentigers sein, aber wegen eines geringen Einkommens Sorgen wegen der Kosten der Kastration haben, so finden Sie hier möglicherweise Hilfe.

 

Kampagne im Frühjahr 2016

Und wer kümmert sich nachher um die Kleinen?